Skip to main content
Jetzt starten

Becker Marine Systems optimiert sein Qualitätsmanagement durch App-Einsatz

Mit seiner neuen PRO.FILE-App des PROCAD-Partners 3mobility solutions GmbH digitalisiert der Hamburger Schiffsruder-Hersteller seine Arbeitsprozesse im Qualitätsmanagement.

PLM-System ist die Datendrehscheibe

Wir haben zwei führende Systeme“, erklärt Sven Hendrik Vorwerk, Head of IT der Becker Marine Systems GmbH: „In unserem ERP-System Dynamics NAV verwalten wir Vorgänge nach dem Auftrag, PRO.FILE beinhaltet alle Informationen bis zur Auftragsbestätigung. Dort werden auch die Stammdaten geführt und automatisiert nach NAV übertragen.“ Alle Abteilungen arbeiten mit der PLM-Software, die mittlerweile flächendeckend im Unternehmen ausgerollt ist. Sie ist auch mit dem Projektplanungstool verbunden und tauscht mit den angebundenen Systemen multidirektional Informationen aus.

Tim Eggers ist PRO.FILE-Administrator in dem Hamburger Traditionsunternehmen. „PRO.FILE ist das Data Backbone unseres Unternehmens und bündelt alle produktbezogenen Informationen“, erläutert er. Von Beginn an hat der Application Manager die Möglichkeit der einfachen Konfigurierung als eine der wesentlichen Vorteile des PLM-Systems schätzen gelernt. „Man kann Masken, Felder und Referenzlisten selbst anhand der eigenen Bedürfnisse erstellen, komplett ohne Unterstützung seitens des Herstellers oder eines Partners.“ Derzeit bereitet das Unternehmen die automatisierte Rechnungseingangsbearbeitung mit PRO.FILE vor. Dadurch können kaufmännische Angestellte diesen Prozess vom Home-Office aus unterbrechungsfrei so weiterführen, als säßen sie im Büro.

Checklisten bei Vor-Ort-Qualitätskontrollen auf dem Tablet

Dass der PROCAD-Partner 3mobility solutions GmbH sich mit der Entwicklung und Bereitstellung von PLM-Funktionen per App beschäftigt, ließ im Jahr 2018 die Abteilung Qualitätsmanagement des Unternehmens aufhorchen. Denn Becker Marine Systems arbeitet in erster Linie wie ein Ingenieurbüro: Das Unternehmen tritt zwar als Hersteller auf, lagert die physische Herstellung, das Zusammenschweißen seiner Ruder und Energiesparsysteme aber an externe Fertiger rund um den Globus aus. Nach Südkorea und China ebenso wie nach Spanien, Slowenien, oder Deutschland. Diese Fertiger liefern die Produkte dann an die Werft zum Endkunden, wo sie an die Schiffe montiert werden.

Bildbeschreibung

„Wir sind strengen internationalen Qualitätsstandards unterworfen und müssen deren Einhaltung permanent überprüfen“, so Sven Hendrik Vorwerk. In regelmäßigen Vor-Ort-Terminen führen Fachkräfte der Becker-Außenbüros bei den Fertigern daher Abnahmen auf unterschiedlichen Produktionsstufen durch. Sie haken dabei umfangreiche Checklisten ab, und zwar bislang ausschließlich in Papierform. Die ausgefüllte Checkliste wurde anschließend wieder eingescannt und nach Hamburg geschickt, wo die Dokumente manuell in PRO.FILE eingepflegt wurden. Gleichzeitig erhielt die Disposition in der Zentrale eine E-Mail mit dem Hinweis „Check erfolgreich absolviert“. Es dauerte also immer eine Weile, bis aus dem PLM-System heraus der nächste Produktionsschritt gestartet werden konnte.

„Entscheidender Vorteil bei der Lösung von 3mobility solutions GmbH war für uns die Offline-Funktionalität. Denn in der Fabrikhalle oder im Dock gibt es nicht immer Internetzugang. Der Prüfer kann die Checkliste daher zuvor aus PRO.FILE auschecken, ausfüllen und abends im Hotel wieder mit dem PLM-System synchronisieren.“

Tim Eggers

Prüfergebnisse aus der Werft in Korea direkt ins PLM geschrieben

Der Wunsch des Qualitätsmanagements: Diese Checklisten sollten künftig direkt im Tablet abgehakt werden können. 3mobility solutions GmbH konfigurierte für das Ingenieurbüro daraufhin eine App mit verschiedenen Checklisten-Dokumenttypen. Sie dienen als Vorlage und Suchkriterium zugleich und können innerhalb von PRO.FILE nach Belieben ergänzt oder es können vorhandene Felder entfernt werden. Das bisherige Papierformular hat die 3mobility solutions adaptiert und in der App elektronisch abgebildet. „Ein PDF auf dem Tablet auszufüllen, hätte bedeutet, nur die eine Eingabeart – Papier – durch eine andere – digital – zu ersetzen“, sagt Sven Vorwerk. „Wir wollten aber einen Mehrwert schaffen und an die Metadaten herankommen.“

Bildbeschreibung

Passende Beiträge